NFDI4Objects Conservation Data Framework Online-Portal
Dieses Online-Portal dient als Nachschlagewerk für die im Conservation Data Framework (kurz: CDF) enthaltenen konzeptionellen Modelle. Das Conservation Data Framework ist ein community-getragenes, offenes Referenzrahmenwerk für die standardisierte, semantisch anschlussfähige Datenerfassung und -kuratierung konservatorisch-restauratorischer Daten. Es setzt sich zusammen aus:
- dem gemeinsam entwickeltem, kuratierten Metadatenschema für die Dokumentation von Konservierungs- und Restaurierungsmaterialien (kurz: KuR-MDS)
- dem dazugehörigen Metadatenthesaurus Konservierung/Restaurierung
- einer Anwendungsontologie für Prozesse der Konservierung-Restaurierung (kurz: KuR-Ontology)
Das CDF-Online-Portal dient, ergänzend zu formalen Publikationen, als agile Referenzumgebung und Nachschlagewerk für die jeweils aktuellen, veröffentlichten Versionen der drei Konzepte.
Hintergrund & Zielsetzung
Die Dokumentation konservatorischer Maßnahmen ist essenziell für die langfristige Erhaltung und wissenschaftliche Erschließung von Kulturgütern. Gleichzeitig fehlt es bislang an fachlich breit abgestimmten, maschinenlesbaren Dokumentationsstandards. Innerhalb von NFDI4Objects wurde im Rahmen der Task Area 4 “Protecting” diese Lücke durch die Konzeption des Conservation Data Frameworks addressiert. Das Framework bieten Nutzenden eine Grundlage für die semantische Modellierung restauratorischer Dokumentationen, von der praktischen Erfassung bis zur interoperablen Weiterverarbeitung in Forschungs-, Sammlungs- und Langzeitarchivierungskontexten. Als offenes, versioniertes und community-basiert gepflegtes Framework senkt CDF die Einstiegshürde für standardkonforme Dokumentation und unterstützt Fachwissenschaftler:innen dabei, ihre Daten langfristig nutzbar, interoperable und zitierfähig zu machen.
Ziel ist:
- eine institutionsübergreifende Vergleichbarkeit der Daten zu ermöglichen,
- die Langzeitarchivierung zu unterstützen,
- die interdisziplinäre Interoperabilität und Anschlussfähigkeit restauratorischer Daten zu fördern,
- offene Wissenschaftspraktiken zu unterstützen
Arbeitsprozess
Die Entwicklung des Frameworks erfolgt transparent und partizipativ innerhalb der Temporary Working Group (TWG) Community-Standards für kontrollierte Vokabulare und Austauschformate im Bereich der Erhaltung und Pflege des kulturellen Erbes in kontinuierlicher Rückkoppelung mit der breiteren Community z.B. im Community Cluster (CC) Consersation Science sowie auf Veranstaltungen.
Feedback, Anmerkungen, Veränderungsvorschläge, Fragen oder Mitgliedanfragen für die aktive Beteiligung in der TWG sind jederzeit herzlich willkommen und können per Mail an n4o_conservation_data_framework@listserv.dfn.de geschickt werden.
Nutzung
Sämtliche Inhalte des Conservation Data Frameworks stehen unter Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0) Lizenz zur freien Nachnutzung zur Verfügung.
Förderung
Die Materialien entstanden in dem von der DFG geförderten Projekt “NFDI4Objects - Forschungsdateninfrastruktur für die materiellen Hinterlassenschaften der Menschheitsgeschichte. Förderkennung: 501836407 