Zum Hauptinhalt springen

Konzeptionelle Grundlagen

hinweis

Was bedeuten FAIR-Prinzipien, Metadaten oder kontrollierte Vokabulare und was haben sie mit der täglichen Dokumentationspraxis in der Konservierung-Restaurierung zu tun? Dieser Bereich vermittelt das nötige Grundwissen, um das KuR-Metadatenschema und seine zentralen Modellierungsentscheidungen nachvollziehen zu können.


Worum es in diesem Bereich geht​

Das KuR-Metadatenschema greift Konzepte des digitalen Datenmanagements und Prinzipien von Linked Open Data auf, die in der Konservierung-Restaurierung bisher kaum breite Anwendung gefunden haben. Dieser Bereich erläutert daher die wichtigsten Begriffe und Grundgedanken, auf denen das Schema aufbaut, und richtet sich insbesondere an Personen, die mit diesen Themen bisher noch wenig vertraut sind.

Bereits vertraut mit FDM und Linked Data?

Wer sich mit diesen Konzepten bereits auskennt, kann diesen Bereich überspringen und unter Methodik und Entwicklungsprozess direkt mehr über die Genese des Schemas erfahren.


Themen im Überblick​

🧭

FAIR-Prinzipien

Die vier Leitprinzipien für gutes Forschungsdatenmanagement: Daten sollen auffindbar, zugänglich, interoperabel und nachnutzbar sein und was das konkret für eine Restaurierungsdokumentation bedeutet. Zu den FAIR-Prinzipien →

🏷️

Metadaten und Metadatenschema

Was sind Metadaten, wozu dient ein Metadatenschema und wie unterscheiden sich inhaltliche Standards von technischen Austauschformaten? Zum Basiswissen Metadaten und Metadatenschema →

📚

Kontrollierte Vokabulare

Warum einheitliche Begriffe Daten vergleichbar, durchsuchbar und maschinenlesbar machen und wie technische Möglichkeiten bei der Erhaltung sprachlicher Vielfalt helfen. Zur Einführung in kontrollierte Vokabulare →

🔗

Eindeutige Identifikatoren

Wie persistente Identifikatoren wie URIs, DOIs oder ORCIDs Objekte, Personen und Begriffe dauerhaft und eindeutig referenzierbar machen. Zur Erklärung von Identifikatoren →

📖

Glossar

Kurze Erläuterungen zu den wichtigsten Fachbegriffen aus Forschungsdatenmanagement, Linked Open Data und semantischer Modellierung zum schnellen Nachschlagen. Zum Glossar →


Bekannte Prinzipien, neues Format​

Viele der hier vorgestellten Konzepte sind vom Grundsatz her in der Restaurierungspraxis längst vertraut; sie werden im digitalen Raum lediglich mit anderem Blickwinkel und maschinenlesbar umgesetzt.

FAIR-PrinzipienEine Dokumentation, die auch Jahrzehnte später noch gefunden, verstanden und weiterverwendet werden kann – ein Anspruch, den gute Restaurierungsdokumentation seit jeher verfolgt.
MetadatenschemaEntspricht den Feldern eines Dokumentationsformulars oder Zustandsprotokolls: Es legt fest, welche Angaben zu einem Objekt oder einer Maßnahme erfasst werden.
Kontrollierte VokabulareBereits weitreichend in Form von Wörterbüchern, Fachglossaren und einheitlichen Wortlisten umgesetzt: Einheitliche Begriffe statt individueller Formulierungen machen Angaben vergleichbar und durchsuchbar.
IdentifikatorenFunktionieren wie eine Inventarnummer; nur weltweit eindeutig und dauerhaft auflösbar, auch über Institutionsgrenzen hinweg.

Anspruch und Grenzen​

Der Anspruch dieses Bereichs ist keinesfalls eine erschöpfende Darstellung der umfangreichen Themengebiete des Forschungsdatenmanagements und der semantischen Modellierung. Er soll stattdessen gezielt so viel Grundverständnis vermitteln, wie zur Nachvollziehbarkeit der Struktur des KuR-MDS erforderlich ist.

Im Fokus
  • Zentrale Begriffe des Forschungsdatenmanagements
  • Grundgedanken von Linked Open Data und semantischer Modellierung
  • Bezüge zur Dokumentationspraxis in der Konservierung-Restaurierung
  • Verständnisgrundlage für den Aufbau des KuR-MDS
Bewusst ausgeklammert
  • Erschöpfende Darstellung des Forschungsdatenmanagements
  • Technische Implementierung in Datenbanken oder Austauschformaten
  • Vertiefte Einführung in Ontologien, RDF oder Abfragesprachen

Weiterführende Ressourcen​

Für eine vertiefende Auseinandersetzung mit den Themen sei auf ausführliche Ressourcen verwiesen: