Konzeptionelle Grundlagen
Was bedeuten FAIR-Prinzipien, Metadaten oder kontrollierte Vokabulare und was haben sie mit der täglichen Dokumentationspraxis in der Konservierung-Restaurierung zu tun? Dieser Bereich vermittelt das nötige Grundwissen, um das KuR-Metadatenschema und seine zentralen Modellierungsentscheidungen nachvollziehen zu können.
Worum es in diesem Bereich geht
Das KuR-Metadatenschema greift Konzepte des digitalen Datenmanagements und Prinzipien von Linked Open Data auf, die in der Konservierung-Restaurierung bisher kaum breite Anwendung gefunden haben. Dieser Bereich erläutert daher die wichtigsten Begriffe und Grundgedanken, auf denen das Schema aufbaut, und richtet sich insbesondere an Personen, die mit diesen Themen bisher noch wenig vertraut sind.
Wer sich mit diesen Konzepten bereits auskennt, kann diesen Bereich überspringen und unter Methodik und Entwicklungsprozess direkt mehr über die Genese des Schemas erfahren.
Themen im Überblick
FAIR-Prinzipien
Die vier Leitprinzipien für gutes Forschungsdatenmanagement: Daten sollen auffindbar, zugänglich, interoperabel und nachnutzbar sein und was das konkret für eine Restaurierungsdokumentation bedeutet. Zu den FAIR-Prinzipien →
Metadaten und Metadatenschema
Was sind Metadaten, wozu dient ein Metadatenschema und wie unterscheiden sich inhaltliche Standards von technischen Austauschformaten? Zum Basiswissen Metadaten und Metadatenschema →
Kontrollierte Vokabulare
Warum einheitliche Begriffe Daten vergleichbar, durchsuchbar und maschinenlesbar machen und wie technische Möglichkeiten bei der Erhaltung sprachlicher Vielfalt helfen. Zur Einführung in kontrollierte Vokabulare →
Eindeutige Identifikatoren
Wie persistente Identifikatoren wie URIs, DOIs oder ORCIDs Objekte, Personen und Begriffe dauerhaft und eindeutig referenzierbar machen. Zur Erklärung von Identifikatoren →
Glossar
Kurze Erläuterungen zu den wichtigsten Fachbegriffen aus Forschungsdatenmanagement, Linked Open Data und semantischer Modellierung zum schnellen Nachschlagen. Zum Glossar →
Bekannte Prinzipien, neues Format
Viele der hier vorgestellten Konzepte sind vom Grundsatz her in der Restaurierungspraxis längst vertraut; sie werden im digitalen Raum lediglich mit anderem Blickwinkel und maschinenlesbar umgesetzt.
Anspruch und Grenzen
Der Anspruch dieses Bereichs ist keinesfalls eine erschöpfende Darstellung der umfangreichen Themengebiete des Forschungsdatenmanagements und der semantischen Modellierung. Er soll stattdessen gezielt so viel Grundverständnis vermitteln, wie zur Nachvollziehbarkeit der Struktur des KuR-MDS erforderlich ist.
- Zentrale Begriffe des Forschungsdatenmanagements
- Grundgedanken von Linked Open Data und semantischer Modellierung
- Bezüge zur Dokumentationspraxis in der Konservierung-Restaurierung
- Verständnisgrundlage für den Aufbau des KuR-MDS
- Erschöpfende Darstellung des Forschungsdatenmanagements
- Technische Implementierung in Datenbanken oder Austauschformaten
- Vertiefte Einführung in Ontologien, RDF oder Abfragesprachen
Weiterführende Ressourcen
Für eine vertiefende Auseinandersetzung mit den Themen sei auf ausführliche Ressourcen verwiesen:
- Praxishandbuch Forschungsdatenmanagement
- Linked Data: Evolving the Web into a Global Data Space
- themenspezifische Angebote der unterschiedlichen NFDI-Konsortien, wie beispielsweise die Handreichung für ein FAIRes Management kulturwissenschaftlicher Forschungsdaten von NFDI4Culture oder der NFDI4Objects Qualification Service