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Metadatenelemente

Das KuR-Metadatenschema definiert eine Reihe von Elementen, mit denen sämtliche relevanten Informationen aus dem Konservierungs- und Restaurierungsprozess strukturiert erfasst werden können. Wie bei den Sektionen wurde jedem Element ein Verpflichtungsgrad zugewiesen, der angibt, ob seine Erfassung verpflichtend, bedingt verpflichtend, empfohlen oder optional ist.

Pflicht

Umfasst jene Informationen, ohne die eine vollständige und für Dritte nachvollziehbare Dokumentation nicht möglich ist. Diese Elemente bilden den eigentlichen Minimaldatensatz im engeren Sinne.

Bedingte Pflicht

Bezeichnet Elemente, die nur unter bestimmten Umständen verpflichtend auszufüllen sind, z.b. nur wenn eine bestimmte Tätigkeit durchgeführt wurde.

Empfohlen

Bezieht sich auf Informationen, die aus fachlicher Sicht als wünschenswert deklariert werden. Ihre Erfassung verbessert die Qualität und Nachnutzbarkeit der Dokumentation erheblich, ohne dass ihr Fehlen das grundlegende Verständnis der konservatorisch-restauratorischen Dokumentation beeinträchtigt.

Optional

Dient der Erweiterung des Schemas für spezifische Fachdisziplinen oder besondere Arbeitskontexte. Diese Elemente zeigen exemplarisch auf, wie das Schema kontextspezifisch ausgebaut werden kann und speisen sich hauptsächlich aus den Antworten der durchgeführten Community-Umfrage.

Sonderfall der Bedingten Pflicht

Der zweite Anwendungsfall der bedingten Pflicht betrifft Informationen, die grundsätzlich für eine qualitätvolle Dokumentation erwartet werden (die also über eine bloße Empfehlung hinausgehen), in der realen Praxis jedoch zum Zeitpunkt der Erfassung häufig nicht (mehr) verfügbar sind (z.B. bei der Retrodigitalisierung analoger Berichte). Die Kategorie schafft damit eine Balance zwischen dem inhaltlichen Anspruch an eine vollständige, digitale Dokumentation und den aktuellen realen Gegebenheiten bisheriger Dokumentationspraktiken.

Pflichtelemente sichern die Mindestinformationen, während optionale Elemente erste Beispiele für eine fachspezifische Erweiterung aufzeigen. Das Schema versteht sich nicht als abgeschlossenes, starres System, sondern als erweiterbarer Rahmen. Institutionen und Fachbereiche können und sollen das Schema um zusätzliche, für ihre spezifischen Bedürfnisse relevante Elemente ergänzen, solange die durch die Pflichtelemente definierten Minimalangaben enthalten bleiben.

Die folgenden Seiten erläutern die einzelnen Elemente mit ihren Definition, die ihnen zugrunde liegende Modellierungslogik, Hinweise zur praktischen Erfassung sowie Entsprechungen in anderen Schemata.

Neben der inhaltlichen Beschreibung ist jedem Element eine URI zugeordnet, die auf einen Eintrag in der Conservation Metadata Terminology verweist. Dabei handelt es sich um ein kontrolliertes Vokabular, das die Bezeichnungen der Elemente selbst — und damit perspektivisch die Feldbezeichnungen in Datenbanksystemen — standardisiert und eindeutig referenzierbar macht. Die URI dient also nicht der Erläuterung des Elements, sondern seiner maschinenlesbaren Identifikation als Begriff. Was es mit der Conservation Metadata Terminology genauer auf sich hat, wird im Abschnitt Entwicklung und Methodik erklärt.